04. Januar 2015

Jahresbilanz 2014

Der Jahreswechsel gab Anlass für die Kath. öffentliche Bücherei Urbar, Bilanz für das Jahr 2014 zu ziehen. Mit 3769 Entleihungen wurde das bisher beste Jahresergebnis erzielt. 190 Benutzer suchten die Bücherei auf. Der Gesamtbestand an Medien (Bücher, Spiele, MCs, CDs, Videos, CD-ROMs, DVDs) betrug 4907. Darüber hinaus standen 8 Zeitschriftenabon-nements (u. a. „Test“, „Finanztest“, „Landlust“, “Wohnen & Garten” und „c’t Magazin für Computertechnik“) und fast 300 Medien als Leihbestände zur Verfügung. Zusätzlich zu den aktuellen Zeitschriftenzugängen konnten 448 Neueinstellungen vorgenommen werden. Darin enthalten sind über 200 Medien aus der aufgelösten Ergänzungsbücherei des Bistums Trier. Das Angebot wurde abgerundet durch 18 Veranstaltungen, und zwar 11 Vorlesestunden, 6 Ausstellungen und die Bib-fit-Aktion für Kindergartenkinder (intensive Einführung in den Büchereibetrieb für die „Großen“ an jeweils vier Vormittagen mit Erwerb des „Bibliotheksführer-scheins“).
An Finanzmitteln standen über 4000 € bereit, von denen fast 3000 € der Beschaffung neuer Medien dienten. Die Anschaffung einer Präsentrationswand für Hörbücher schlug mit rund 800 € zu Buche. Das Budget wurde gespeist u. a. aus Spenden (1515 €), der Provision aus der Medienvermittlung, den Zuwendungen des Bistums Trier, der Kirchengemeinde, des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Zivilgemeinde. Diese stellte darüber hinaus den Büchereiraum miet- und nebenkostenfrei bereit. Die Vermittlungsprovision vom Borro-Medien in Höhe von 962 € war das Entgelt dafür, dass von den Benutzern der Bücherei Medien im Werte von annähernd 7000 € zum Eigenbesitz erworben worden waren.
Das Bücherei-Team besteht aus 18 Mitarbeitern. Punktuell waren weitere Personen im eh-renamtlichen Einsatz. Insgesamt wurden ca. 1100 Arbeitsstunden erbracht, was einem Gegenwert von mindestens 11.000 € entspricht.
Die Bücherei bemüht sich weiterhin um die Leseerziehung, indem sie beispielswei-se Kinder in die Gestaltung der monatlichen Vorlesestunden aktiv mit einbindet und das Wahrnehmungs- und Tastgefühl aktiviert. Sie beteiligt sich auch an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten und der Stiftung Lesen durchgeführten Programm „Lesestart – 3 Meilensteine für das Lesen“. .Auch wenn Nicht-Buch-Medien auf viele Kinder eine starke Anziehungskraft ausüben, wird nach wie vor das Buch in der Bücherei den ersten Stellenwert behalten. Die Nicht-Buch-Medien sind eine – allerdings unterschiedlich zu gewichtende – Bestandsergänzung. So haben in der Bücherei Urbar die mehr als 250 Spiele weiterhin wegen ihres pädagogischen und gemeinschaftsfördernden Wertes eine wichtige Funktion. Auch die gute Akzeptanz von Hörbüchern ist erfreulich, denn ihre Entleiher nutzen ihre Zeit sinnvoll, in dem sie sich beispielsweise auf langen beruflichen Autofahrten oder bei der Hausarbeit – wenn also Lesen nicht möglich ist – Literatur vermitteln lassen.

Getreu dem irischen Sprichwort „Lieber barfuß als ohne Buch“ wird die Bücherei Urbar versuchen, auch im neuen Jahr Bücher und andere geeignete Medien an den Mann, die Frau und das Kind zu bringen.