04. Januar 2011

Jahresbilanz 2010

Der Jahreswechsel gab Anlass für die Kath. öffentliche Bücherei Urbar, Bilanz für das Jahr 2010 zu ziehen. Mit 3648 Entleihungen wurde das beste Ausleihergebnis seit Bestehen der Bücherei erzielt. Die Zahl der Leser blieb mit 222 konstant. Der Gesamtbestand an Medien (Bücher, Spiele, MCs, CDs, Videos, CD-ROMs, DVDs) betrug 4188. Darüber hinaus standen 6 Zeitschriftenabonnements (u. a. „Test“, „Finanztest“ und „c’t Magazin für Computertechnik“) und 314 Medien als Leihbestände der Ergänzungsbücherei des Bistums Trier zur Verfügung. Zusätzlich zu den aktuellen Zeitschriftenzugängen konnten 195 Neueinstellungen vorgenommen werden. Das Angebot wurde abgerundet durch 14 Veranstaltungen, und zwar 9 Vorlesestunden, 3 Ausstellungen und 2 Bib-fit-Aktionen für Kindergartengruppen (intensive Einführung in den Büchereibetrieb für die „Großen“ an jeweils vier Vormittagen mit Erwerb des „Bibliotheksführerscheins“).

An Finanzmitteln standen knapp 2200 € bereit, die zu über 90 % der Beschaffung neuer Medien dienten. Sie stammten u. a. aus Spenden (rund 450 €), den Zuwendungen des Borromäusvereins, des Bistums Trier, der Kirchengemeinde, des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Zivilgemeinde. Diese stellte darüber hinaus den Büchereiraum miet- und nebenkostenfrei bereit. Die sogenannte „Quote“ des Borromäusvereins in Höhe von mehr als 700 € war das Entgelt dafür, dass von den Benutzern der Bücherei Medien im Werte von über 5000 € zum Eigenbesitz erworben worden waren.

Das Bücherei-Team besteht aus acht Personen. Punktuell waren etwa 20 weitere Personen im ehrenamtlichen Einsatz. Insgesamt wurden ca. 1100 Arbeitsstunden erbracht, was einem Gegenwert von 11000 € entspricht.

Die Büchereileitung hat ihre Bemühungen zur Leseerziehung verstärkt, indem sie beispielsweise Kinder in die Gestaltung der monatlichen Vorlesestunden aktiv mit einbindet und beispielsweise das Wahrnehmungs- und Tastgefühl aktiviert. Auch wenn Nicht-Buch-Medien auf viele Kinder eine starke Anziehungskraft ausüben, wird nach wie vor das Buch in der Bücherei den ersten Stellenwert behalten. Die Nicht-Buch-Medien sind eine – allerdings unterschiedlich zu gewichtende – Bestandsergänzung. So haben in der Bücherei Urbar die mehr als 200 Spiele weiterhin wegen ihres pädagogischen und gemeinschaftsfördernden Wertes eine wichtige Funktion. Auch die gute Akzeptanz von Hörbüchern ist erfreulich, denn ihre Entleiher nutzen ihre Zeit sinnvoll, in dem sie sich beispielsweise auf langen beruflichen Autofahrten oder bei der Hausarbeit – wenn also Lesen nicht möglich ist – Literatur vermitteln lassen.

Getreu dem irischen Sprichwort „Lieber barfuß als ohne Buch“ wird die Bücherei Urbar versuchen, auch im neuen Jahr Bücher und andere geeignete Medien an den Mann, die Frau und das Kind zu bringen.