25. Juni 2010

Der „St. Goarer Altarverein“ hat sein Ziel erreicht

Mit der Aussage, dass der Förderverein zur Erhaltung des Hochaltars der Kath. Pfarrkirche in St. Goar seinen Vereinszweck erreicht habe, begründete dessen Vorsitzender Walter Mallmann seinen Antrag auf Auflösung des Vereins zum 31. Juli 2010. Die eigens zu einer außerordentlichen Vereinsversammlung eingeladenen Mitglieder stimmten diesem Antrag einstimmig zu.

Insgesamt hat der Verein, so der Bericht von Schatzmeister Gerhard Rolinger, innerhalb der letzten zehn Monate die stolze Summe von 43.000 Euro aufgebracht, wovon 14.000 Euro durch Zuschüsse des Bistums, des Landes und der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, durch Erlöse aus Benefizveranstaltungen sowie persönlichen Spenden zu Buche stehen. Die Kassenprüfer Hugo Kirschhoch und Willi Krupp bescheinigten eine perfekte Kassenführung.

Vorsitzender Walter Mallmann trug in seinem chronologisch aufgebauten Rechenschaftsbericht eine vorbildliche Erfolgsstory vor, als deren Ergebnis die Restaurierung des vierflügeligen Hochaltars steht, der unter Experten als ein Juwel spätgotischer Tafelmalerei und neugotischer Altarbaukunst gilt.

Der Vorsitzende verwies auf eine Serie interessanter Benefizveranstaltungen, die innerhalb eines guten halben Jahres ein breites Publikum erreicht und folglich zu entsprechenden Einnahmen zugunsten des guten Zwecks geführt haben. Dabei nannte er die Lesung der Heimatschriftstellerin Gerda Heidelmann, die Biblische Weinprobe mit Thomas Philipps und Pastor Manfred Weber, das Konzert der Kreismusikschule Rhein-Hunsrück mit dem „Dippekuche-Essen“, das vorweihnachtliche Konzert des Musikvereins St. Goar und als glanzvollen Höhepunkt den Auftritt der Mainzer Hofsänger. Allein der Verkauf eigens gefertigter Kondolenz- und Weihnachtskarten hatte zu einer vierstelligen Summe geführt.

Allerdings hätte trotz der gesellschaftlich und finanziell sehr erfolgreichen Veranstaltungen ohne das Sponsoring örtlicher Unternehmen und einer außergewöhnlich hohen Spendenbereitschaft mehrerer großzügiger Gönner, so Mallmann, das Ziel nicht in so kurzer Zeit erreicht werden können.

Pastor Manfred Weber zeigte sich hoch erfreut über das kurzfristige Erreichen des gesteckten Zieles und bedankte sich bei allen, die am Erfolg beteiligt waren. Dabei hob er den gesamten Vorstand des Fördervereins lobend hervor, der mit einer „Lokomotive als Vorsitzenden“ rasch auf Fahrt und schnell ans Ziel gekommen sei. Nach der jetzt gesicherten Finanzierung sind die restlichen Aufträge an die Restauratoren ergangen, sodass der Pastor damit rechnet, dass der Hochaltar am ersten Adventssonntag wieder die katholische Pfarrkirche schmückt.